Björn Vetter - privater Blog: Politik - Vaihingen - Kommunales - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) - Bevölkerungsschutz - Bundeswehr - Sozial- und Gesundheitswesen - Social Media - BWL - Marketing - EinsatzVeteran - Segelfliegen - Motto: Proud to be a nerd! Gebloggt wird, was bewegt.
Sonntag, 26. April 2026
Software - so teuer?
Was? Software für die Feuerwehr? So teuer?
Das habe ich neulich mal wieder als Antwort erhalten. Und ganz ehrlich: Ich kann es nicht mehr hören.
Kommunen geben ohne größere Diskussion Hunderttausende, wenn nicht Millionen Euro für Löschfahrzeuge, Einsatzleitwagen, Gerätehäuser, Ausrüstung usw. aus.
Das ist richtig so. Gefahrenabwehr kostet Geld, Einsparungen und ausbleibende Investitionen in diesem Bereich kosten irgendwann Menschenleben.
Aber bei Software verschieben sich plötzlich die Maßstäbe.
➡️Software soll möglichst wenig kosten.
➡️Pflege soll möglichst inklusive sein.
➡️Updates sollen selbstverständlich kommen.
➡️Schnittstellen sollen funktionieren.
➡️Support soll verfügbar sein.
➡️Weiterentwicklung soll permanent stattfinden.
➡️Neue Features sollen selbstverständlich umsonst sein und Änderungswünsche am besten gestern realisiert werden. Kostenfrei.
Insgesamt nicht mehr als ein paar Euro. Einmalig.
Das passt nicht.
Der BOS-Markt ist kein Massenmarkt. Wir reden nicht über millionenfach verkaufte Standardsoftware, sondern über hochspezialisierte Fachverfahren für Feuerwehren, Leitstellen, Stäbe, Katastrophenschutz und Krisenmanagement.
Solche Systeme müssen gepflegt, aktualisiert, getestet, dokumentiert und weiterentwickelt werden. Das macht niemand nebenbei. Das ist keine One-Man-Show, das ist kein Hobbyprojekt. Hierfür braucht man ein Team - professionelle Entwickler, Supportmitarbeiter und Projektmanager mit hoher Fachexpertise. Mitarbeiter, die gute Arbeit erbringen und selbstverständlich bezahlt werden wollen. Darum kostet Software Geld.
Niemand würde ein HLF beschaffen und anschließend erwarten, dass Wartung, Prüfung, Ersatzteile und Instandhaltung kostenfrei mitgeliefert werden.
Vielleicht liegt es daran, dass man Software nicht anfassen kann. Ein Fahrzeug steht in der Halle. Eine Software sieht man nicht.
Aber genau diese unsichtbaren Komponenten entscheiden im Zweifel darüber, ob Führung, Lagebild, Kommunikation und Dokumentation effizient funktionieren. Wer Digitalisierung in der Gefahrenabwehr ernst nimmt, muss aufhören, Software als Nebenkostenposition zu behandeln.
#metropolyBOS
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Rettungsdienst
Dienstag, 14. April 2026
Ein Württemberger in Kassel?
Die nächsten Wochen bin ich an der Hessische Landesfeuerwehrschule. Für mich ist das in mehrfacher Hinsicht spannend.
Zum einen in einer eher beobachtenden Rolle. Hintergrund ist, dass die hessische Landesfeuerwehrschule unsere Software künftig in der Führungskräftequalifizierung nutzen möchte. Deshalb nehme ich an einem Zugführerlehrgang und im Juni an einem Verbandführerlehrgang teil, um anschließend Vorschläge für die curriculare und methodische Implementierung unterbreiten zu können.
Zum anderen ist es natürlich auch aus mehreren Gründen für mich persönlich interessant. Ich war früher selbst als Dozent in der Führungskräftequalifizierung im Katastrophenschutz an der DRK-Landesschule Pfalzgrafenweiler tätig, vom Gruppenführer über Zug- und Verbandführer bis in die Stabsausbildung. Insofern ist das für mich auch eine Rückkehr in ein Umfeld, das ich seit vielen Jahren kenne und das meinen beruflichen Weg stark geprägt hat.
Und schließlich ist da natürlich noch mein eigenes, aktuelles ehrenamtliches Interesse. Ich bin im aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr, in der Führungsgruppe meiner Heimatstadt und als Fachberater im Stab meines Landkreises eingebunden.
Unterm Strich schließt sich damit ein Kreis. Seit rund 30 Jahren bin ich im Blaulichtbereich unterwegs. Angefangen nach meiner Zeit bei der Bundeswehr dann im zivilen Rettungsdienst als Rettungsassistent und OrgL, im Katastrophenschutz als Zug- und Verbandführer, dann hauptamtlich als Referatsleiter auf Landesebene mit Verantwortung für den Katastrophenschutz und seit 2017 mit dem Wechsel in die freie Wirtschaft in Sachen Digitalisierung der Führungsprozesse in den BOS.
Was ich an meinem Job und den damit verbundenen Möglichkeiten besonders schätze, sind die Einblicke in die Unterschiede zwischen den Ländern, in verschiedene Ausbildungskulturen und in die Praxis unterschiedlicher Feuerwehren, Leitstellen und Stäbe im ganzen Bundesgebiet.
Zum anderen ist es natürlich auch aus mehreren Gründen für mich persönlich interessant. Ich war früher selbst als Dozent in der Führungskräftequalifizierung im Katastrophenschutz an der DRK-Landesschule Pfalzgrafenweiler tätig, vom Gruppenführer über Zug- und Verbandführer bis in die Stabsausbildung. Insofern ist das für mich auch eine Rückkehr in ein Umfeld, das ich seit vielen Jahren kenne und das meinen beruflichen Weg stark geprägt hat.
Und schließlich ist da natürlich noch mein eigenes, aktuelles ehrenamtliches Interesse. Ich bin im aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr, in der Führungsgruppe meiner Heimatstadt und als Fachberater im Stab meines Landkreises eingebunden.
Unterm Strich schließt sich damit ein Kreis. Seit rund 30 Jahren bin ich im Blaulichtbereich unterwegs. Angefangen nach meiner Zeit bei der Bundeswehr dann im zivilen Rettungsdienst als Rettungsassistent und OrgL, im Katastrophenschutz als Zug- und Verbandführer, dann hauptamtlich als Referatsleiter auf Landesebene mit Verantwortung für den Katastrophenschutz und seit 2017 mit dem Wechsel in die freie Wirtschaft in Sachen Digitalisierung der Führungsprozesse in den BOS.
Was ich an meinem Job und den damit verbundenen Möglichkeiten besonders schätze, sind die Einblicke in die Unterschiede zwischen den Ländern, in verschiedene Ausbildungskulturen und in die Praxis unterschiedlicher Feuerwehren, Leitstellen und Stäbe im ganzen Bundesgebiet.
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