Mittwoch, 26. Juni 2013

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg...

... und verschwand. Schon alleine der Buchtitel ist eine Auszeichnung wert! 

Jonas Jonassons humoristischer Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. 



Die Story möchte ich nur in Kürze wiedergeben. Am Tag seines 100. Geburtstags büchst Allan Karsson aus dem Altersheim aus. In zwei Erzählsträngen, kapitelweise abwechselnd, wird das aktuelle Abenteuer und sein bisheriges Leben beleuchtet. Vor allem in den Rückblenden geht es im Schweinsgalopp durch die letzten 100 Jahre der Weltgeschichte. Allan trifft eine erstaunliche Anzahl an historischen Persönlichkeiten. Was ihn mit Stalin, Churchill, Mao und vielen anderen verbindet und wie er immer wieder Einfluss auf die Geschichte nimmt, was er zu Oppenheimers Bombe beigetragen hat, das empfehle ich wärmstens selbst zu lesen. 

Jonasson schafft es, jede Situation mit trockenem, bisweilen makabren Humor darzustellen. Die Pointen sind gezielt gesetzt, die Geschichte stellenweise völlig absurd und daher nicht im geringsten vorhersehbar. Der Sprachstil ist leicht und geradezu spritzig, immer wieder auch mit umgangssprachlichen Ausdrücken gespickt, die den Charakteren eine sehr hohe Authentizität verleihen. 

Für mich das beste Buch, das ich die letzten 12 Monate gelesen habe. 

5 von 5 Eselsohren!

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